Wissenswertes über das Wetter in der Schweiz

  • Das Wetter in der Schweiz ist sehr wechselhaft, vor allem in den Alpen.
  • Es kann große regionale Unterschiede geben: In einem Tal kann es regnerisch sein, im Nachbartal dagegen sonnig.
  • Die Wettervorhersagen in der Schweiz sind ab etwa 5 bis 3 Tagen im Voraus einigermaßen zuverlässig.
  • Die Temperaturen sind überwiegend mild. In den Bergen ist es kälter.
  • Gehen Sie kein Risiko ein, wenn Sie wandern oder Ski fahren gehen: Die Wetterbedingungen müssen sicher sein.

Das Wetter in der Schweiz: Alles ist möglich

Die Schweizer Alpen: Eine Grenze zwischen Wetterelementen

Nirgendwo ist das Wetter so wechselhaft wie in den Bergen. Die Schweizer Alpen bilden die Grenze zwischen dem kühleren nordeuropäischen Klima und dem wärmeren südeuropäischen Klima.

Gebirge stellen oft die Grenzen zwischen verschiedenen Wetterarten dar. So können in der Schweiz unterschiedliche Wetterlagen zur gleichen Zeit anzutreffen sein.

Variationen auf regionaler Ebene

Sogar auf regionaler Ebene kann es simultan unterschiedliche Wetterlagen geben. Während in einem Schweizer Tal die Sonne scheint, kann es auf der anderen Seite des Berges im Nachbartal regnen.

Plötzliche Änderungen während des Tages

Schlechtes Wetter kann sehr schnell aufklaren, sogar innerhalb von Minuten. Ein bewölkter, nieseliger Morgen muss also nicht unbedingt ein Zeichen für einen ganzen Tag mit Regen sein.

Es geht auch andersherum: An einem schönen Tag kann es plötzlich bewölkt und regnerisch werden. Das sollte man bei der Planung von Outdoor-Aktivitäten auf jeden Fall bedenken.

Temperaturen

So warm wird es in der Schweiz

Im Sommer können Sie mit Tagestemperaturen zwischen 20 °C und 35 °C in den tiefer gelegenen Tälern rechnen. Dies sind Durchschnittswerte. Während Hitzewellen können die Temperaturen auf über 40 °C steigen. Und es können genauso gut 15 °C an einem regnerischen Tag sein, während es auf einem hohen Berggipfel gefriert.

So kalt wird es in der Schweiz

Im Winter liegen die Tagestemperaturen in den tiefer gelegenen Gebieten und den meisten größeren Ortschaften zwischen dem Gefrierpunkt und 10 °C. In hochalpinen Regionen wie dem Engadin liegen die Temperaturen meist den ganzen Tag über um oder unter dem Gefrierpunkt. Auf den höchsten Berggipfeln ist mit Temperaturen von -10 °C bis -15 °C zu rechnen.

Die wärmsten Monate und Regionen in der Schweiz

  • Wärmste Monate: Juli und August
  • Die wärmsten Gebiete: Der Genfersee, das westliche Rhônetal zwischen Villeneuve und Brig und die Täler im Süden des Tessins. Alle niedrig gelegenen Gebiete um Seen und Flüsse vom Westen bis zum Nordosten (GenfZürich – St. Gallen) sind ebenfalls ziemlich warm.

Die kältesten Monate und Regionen in der Schweiz

  • Kälteste Monate: Januar und Februar
  • Die kältesten Gebiete: alle Hochgebirgsorte und das Engadin

Allgemein: Milde Temperaturen

Die Temperaturen in der Schweiz sind recht mild. Sie werden stark durch den relativ nahen Atlantik beeinflusst. Die vom Atlantik kommenden Winde bringen feuchte und milde Meeresluft in die Schweiz.

Kältere Regionen im Norden, wärmere Regionen im Süden

Im Durchschnitt sind die Gebiete im Norden der Alpen kühler als die Gebiete im Süden der Alpen. Nach Süden ausgerichtete Berghänge erhalten mehr Sonne und sind wärmer als nach Norden ausgerichtete Hänge. Breite Täler und Seen erhalten mehr Sonne als enge Täler.

Temperaturen variieren je nach Höhenlage

Die Höhenlage hat den größten Einfluss auf die Temperatur. Je 100 m Höhengewinn sinkt die Temperatur um 0,7-1,0 °C. Auf den Berggipfeln kann es selbst im Sommer kühl sein und man kann tiefe Schneeschichten antreffen.

In tiefgelegenen, sonnenreichen Gebieten wie dem Genfersee und dem Rhônetal im Wallis herrscht im Sommer ein mediterranes Klima. In der sonnenreichsten Region der Schweiz findet man sogar Palmen: Der Lago Maggiore im Tessin.

Die Temperaturen variieren je nach Jahreszeit

Die Schweiz hat vier Jahreszeiten: Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Die Sommermonate sind am wärmsten, die Wintermonate am kältesten.

Regen

Die trockensten Monate und Regionen in der Schweiz

  • Trockenste Monate: Januar und Februar
  • Die trockensten Gebiete: das Rhônetal im Wallis und das Engadin

Die feuchtesten Monate und Regionen in der Schweiz

  • Feuchteste Monate: Mai bis August
  • Feuchteste Regionen: Alle hoch gelegenen Orte

Allgemeine Regenmuster

Die Niederschlagsmengen in der Schweiz sind sehr unterschiedlich. Das Rhonetal im Wallis
ist eine der trockensten Gegenden des Landes, lokal manchmal vergleichbar mit einem Steppenklima. In diesem trockenen und sonnigen Tal wachsen Trauben, Aprikosen und Grapefruits. Auch der Großteil des Schweizer Weins stammt aus dieser Region.

Das Engadin im Südosten ist ebenfalls sehr trocken, aber es liegt in großer Höhe und ist daher recht kalt. In den alpinen Regionen fallen die größten Mengen an Regen und Schnee.

Im Allgemeinen gibt es in den Westalpen mehr Niederschlag, da die Wolken vom Atlantik heranziehen und den größten Teil ihres Wassers verlieren, bevor sie die südöstlichen Teile der Schweiz (Lago Maggiore, Luganersee und Engadin) erreichen.

Schwankungen in Intensität und Menge

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge variiert je nach Monat und Schweizer Region. Diese Durchschnittswerte werden normalerweise durch Schauer mittlerer Intensität und Tage mit konstantem, mäßigem Niederschlag erreicht.

Die globale Erwärmung führt jedoch zu mehr Extremen: Es kann wochen- oder sogar monatelang knochentrocken sein, entweder im ganzen Land oder in bestimmten Regionen. Aber auch anhaltende und starke Regenfälle können auftreten, manchmal begleitet von Hagel, Donner und starkem Wind. Dies kann zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Schäden an der Infrastruktur führen.

Schnee

Erfahren Sie hier alles über das Schweizer Winterwetter und wann und wo Schnee zu erwarten ist.

Schweizer Orte mit dem besten Wetter

Orte mit der meisten Sonne und dem wenigsten Regen

Nur wenige Städte und Dörfer haben die Kombination aus vielen Sonnenstunden und wenig Regen. In der Schweiz sind solche Orte selten. In den meisten Fällen gibt es zwar viel Sonnenschein, aber auch viel Regen.

Die Tabelle listet Orte mit durchschnittlich gutem Wetter auf und zeigt, welche Monate am besten für viel Sonne und am wenigsten Regen sind. Die Temperaturen habe ich nicht berücksichtigt.

OrtHöheJanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
Brig691 m / 2,267 ftxxxxxx
Evolène1,377 m / 4,518 ftxxxxxx
Grimentz1,625 m / 5,331 ftxxxxx
Martigny477 m / 1,565 ftxx
Müstair1,252 m / 4,108 ftxxxx
Orsières901 m / 2,956 ftxxx
Pontresina1,829 m / 6,001 ftxxxx
Saas-Almagell1,681 m / 5,515 ftxxx
Saas-Grund1,559 m / 5,115 ftxxx
Scuol1,246 m / 4,088 ftx
Sion511 m / 1,677 ftxxxxxxx
St. Moritz1,775 m / 5,823 ftxxx
Verbier1,500 m / 4,921 ftxxx
Visp655 m / 2,149 ftxxxxxx
Zermatt1,605 m / 5,266 ftxxxxxxxx
Zernez1,479 m / 4,852 ftxx
Zinal1,686 m / 5,531 ftxxxxx
Zuoz1,705 m / 5,594 ftxxx

Mein Fazit zu den Ferienorten mit den besten Wetterverhältnissen, nach Monat:

  • Januar: Nur Orte in den Bergen bieten das allerbeste Wetter. Beispiele sind Evolène und Zermatt im Wallis sowie St. Moritz in Graubünden.
  • Februar: Fast alle Städte und Dörfer auf der Liste sind perfekt.
  • März: das Rhônetal ist schön (Brig, Visp, Sion). Evolène, Müstair und Pontresina sind gute Bergorte.
  • April: Sion und Zermatt sind perfekt.
  • Mai: dies ist ein schöner Monat, in dem ich in mehreren Schweizer Gegenden herrliches Wetter erlebt habe. Es gibt jedoch nirgendwo perfekte Durchschnittsbedingungen.
  • Juni: das Rhônetal.
  • Juli: immer noch das Rhônetal, aber auch das Saastal, sowie Zermatt und sein Tal (das Mattertal).
  • August: das Rhônetal.
  • September: Dies ist ein schöner Monat in fast allen aufgeführten Städten. Die Luft ist oft weniger feucht als in den vorhergehenden Monaten, was zu einer klaren Sicht führt.
  • Oktober: Bergdörfer im Wallis wie Grimentz, Verbier, Zermatt und Zinal sind am besten geeignet.
  • November: Dies ist kein großartiger Monat, aber insgesamt haben Evolène, Grimentz und Zinal immer noch gute Chancen auf Sonne.
  • Dezember: Dies ist die perfekte Zeit für Orsières und Zermatt sowie für die höher gelegenen Orte in Graubünden wie Pontresina, St. Moritz und Zuoz.
Schweizer Orte mit dem besten Wetter

Eine sichere Strategie: Wählen Sie einen zentralen Standort

Ein Ort mit schnellem Zugang zu mehreren Schweizer Ferienregionen ermöglicht es Ihnen, Ihre Wetterchancen und -risiken zu verteilen. Sie können in verschiedene Richtungen reisen und sich dorthin begeben, wo das Wetter am besten ist.

Unsere Übersichten über die Regionen und Städte helfen Ihnen bei der Auswahl der Gebiete, die Ihren Vorlieben entsprechen.

Beste Basisstädte für andere Wetterlagen

  • Wenn Sie schneebedeckte Dörfer oder Wintersportorte bevorzugen, sollten Sie die Schweiz im Winter (Januar bis Mitte März) besuchen und Orte oberhalb von 1.500 m wählen.
  • Wenn Sie warmes Wetter wünschen, bleiben Sie am besten in den tiefer gelegenen Regionen im Süden und besuchen diese im Sommer. Beispiele sind der Genfersee, das westliche Rhônetal um Martigny, Sion und Brig sowie der Lago Maggiore und der Luganersee im Tessin.
  • Wenn Sie die Sommerhitze meiden möchten, sind die Schweizer Bergorte die beste Wahl.

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Der Föhnwind

Der sogenannte „Föhn“ ist ein starker, alpenquerender Wind, ähnlich dem Chinook in den Rocky Mountains. Er kann das ganze Jahr über auftreten, kommt aber im Winter am häufigsten vor.

  • Wenn der Wind aus dem Süden weht, führt er in den Südalpen zu Regen und in den Nordalpen zu trockenen, warmen Fallwinden. Tritt der Föhn im Winter oder im Frühjahr auf, so führt er zu einer beschleunigten Schneeschmelze.
  • Wenn der Wind aus dem Norden weht (was seltener vorkommt), führt er in den Nordalpen zu Regen und in den Südalpen zu trockenen Fallwinden, die relativ kalt sind und eine hohe Windstärke aufweisen.

Wie Sie sich auf das Schweizer Wetter vorbereiten können

Prüfen Sie die Wettervorhersagen

Schauen Sie sich die Wettervorhersage am Abend vor Ihrem geplanten Ausflug. Überprüfen Sie die Wetterlage am nächsten Morgen noch einmal, und schauen Sie auch Live-Webcam-Bilder an Ihrem Reiseziel an. Der lokale Wetterbericht, speziell für die Stadt oder Region, die Sie besuchen möchten, kann ebenfalls weitere Informationen liefern.

Unabhängig von den Vorhersagen kann sich das Wetter jedoch sehr schnell ändern, und dramatische Unterschiede von einem Tal zum nächsten sind keine Ausnahme. Daher ist es am besten, auf Wetterschwankungen vorbereitet zu sein.

Kompromisse bei gefährlichem Wetter

Seien Sie bereit, Ihre Pläne zu ändern, wenn für Ihre Region Wettergefahren zu erwarten sind. Zum Beispiel: Gehen Sie nicht wandern, wenn die Gefahr eines Gewitters besteht. Gehen Sie bei extremer Kälte oder Schneesturm nicht Skifahren oder Winterwandern. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Nehmen Sie passende Kleidung mit

Hier erfahren Sie, was Sie für verschiedene Arten von Tagesausflügen und Wetterbedingungen einpacken sollten.

Klimaerwärmung

Leider führt die globale Erwärmung zu erheblichen Veränderungen der Temperaturen, des Klimas und der Geografie in der Schweiz. Erfahren Sie hier alles zu diesem Thema.

Fragen und Antworten zum Wetter

  1. Wie wird das Wetter während meines Aufenthalts sein?

    Langfristige Vorhersagen für das Schweizer Wetter sind unmöglich. Wenn Sie sich einen Eindruck von der zu erwartenden Wetterlage verschaffen wollen, dann schauen Sie sich die allgemeinen jährlichen Wetterbedingungen an, die während Ihrer geplanten Reisezeit an Ihrem Zielort herrschen.

    Ansonsten bleibt Ihnen nur, die lokalen Wettervorhersagen im Auge zu behalten. Sie sind ab etwa 5 Tagen im Voraus zuverlässig.

  2. Was kann ich tun, wenn das Wetter während meines Aufenthalts schlecht ist?

    Anhaltende Schlechtwettertage mit Dauerregen und Gewitter kommen nicht oft vor. Wenn Sie während Ihres Aufenthalts mit dem Wetter kein Glück haben, bieten sich Stadtbesichtigungen und Indoor-Aktivitäten an.

  3. Lohnt es sich, die Berggipfel auch bei Wolken oder Regen zu besuchen?

    Der Besuch von Berggipfeln in der Schweiz lohnt sich nicht, wenn Dauerregen zu erwarten ist und der Berg den ganzen Tag über in Wolken gehüllt ist. Sie werden die Aussicht nicht genießen können.

    Wenn das Wetter jedoch wechselhaft ist, mit Sonne und Wolken, kann man auf den Berggipfeln einzigartige Momente erleben. Und wenn tief hängende Wolken die Täler bedecken, kann in höheren Lagen der Himmel wieder klar sein. Das passiert vor allem im Herbst und Winter.

    Überprüfen Sie daher immer im Voraus die Wettervorhersage und die Live-Webcam-Bilder von dem Berg, den Sie besuchen möchten.

  4. Gibt es in der Schweiz das ganze Jahr über Schnee?

    Nein. Die Schweiz ist nicht das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt, nicht einmal im Winter. Auf den höchsten Gipfeln liegt in der Regel das ganze Jahr über Schnee, aber auch das ist keine Garantie.

    Hier erfahren Sie, wann und wo Schnee zu erwarten ist.

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Annika
Seitenautor: AnnikaSeit meiner Kindheit besuche ich die Schweiz in den Ferien und ich habe mich sofort in dieses Land verliebt. Ich verbrachte viele Sommer im Berner Oberland, das sich immer noch wie meine zweite Heimat anfühlt. Dann begann ich auch andere Regionen zu erkunden. Reisen, Wandern und Fotografieren in den Schweizer Alpen gehören zu meinen absoluten Lieblingsbeschäftigungen.