Kurzfassung: Wie Sie Ihre Reise in die Schweiz klimafreundlich gestalten können

  • Kompensieren Sie die CO²-Emissionen, die Sie nicht vermeiden können, wie zum Beispiel einen Flug.
  • Reisen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Flüge oder Autos sind nicht erforderlich, um innerhalb der Schweiz oder in die Nachbarländer zu reisen.
  • Kaufen Sie lokale Schweizer Lebensmittel.
  • Trinken Sie Leitungswasser. Es ist sicher und lecker!
  • Trennen Sie den Abfall. An jedem Bahnhof gibt es Behälter für verschiedene Materialien (Plastik, Papier, etc.)

Schritt 1: Reisen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Wenn möglich, vermeiden Sie es, mit dem Flugzeug oder dem Auto in die Schweiz zu reisen. Wählen Sie den Zug. Wenn Sie fliegen müssen, nehmen Sie nach Möglichkeit einen Non-Stop-Flug (der meiste Treibstoff wird beim Starten und Landen verbraucht).

Für Ihre Reisen in der Schweiz empfehle ich Ihnen die öffentlichen Verkehrsmittel. Das Schweizer Bahnsystem ist eines der besten der Welt: Es ist sauber, sicher und komfortabel.

Schritt 2: Kompensieren Sie die CO²-Emissionen, die Sie nicht vermeiden können

Reisen Sie mit dem Flugzeug oder mit dem Auto an? Zahlen Sie einen kleinen Betrag, um die CO²-Emissionen dieser Fahrten zu kompensieren. Es ist nur ein Bruchteil Ihres Urlaubsbudgets, macht aber einen Unterschied! Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Besuchen Sie co2.myclimate.org/calculate_emissions, berechnen Sie die Emissionen Ihrer Reise und wählen Sie aus den verschiedenen Kompensationsmöglichkeiten.
  • Nutzen Sie den CO²-Ausgleich, der von Ihrer Fluggesellschaft oder Autovermietung angeboten wird.
  • Spenden Sie an eine verifizierte lokale CO²-Ausgleichsorganisation.

Beispiele für CO²-Ausgleichspreise für Ihre Schweiz-Reise

  • Eine Fahrt von Amsterdam nach Zürich und zurück in einem Mittelklassewagen mit Ethanolkraftstoff verursacht 0,54 Tonnen CO². Mit einer Spende von CHF 14 wird diese Fahrt umweltfreundlich.
  • Ein Flug von London nach Zürich und zurück verursacht 0,45 Tonnen CO². Mit einer Spende von 12 CHF wird diese Fahrt umweltfreundlich.
  • Ein Flug von New York nach Zürich und zurück verursacht 2,3 Tonnen CO². Eine Spende von CHF 57 macht die Reise umweltfreundlich.
  • Ein Flug von Singapur nach Zürich und zurück verursacht 4,3 Tonnen CO². Eine Spende von CHF 107 macht Ihre Reise umweltfreundlich.

Berechnen Sie die Menge für Ihre Reise: co2.myclimate.org/calculate_emissions

Was ist myclimate?

myclimate ist eine Stiftung, die im Jahr 2002 aus einem Projekt von Studierenden und Professoren der ETH Zürich hervorgegangen ist. Ihr Ziel ist es, das Klima (und damit die Menschheit) zu schützen, indem eine Gesellschaft mit hohem Lebensstandard, aber sehr geringen Treibhausgasemissionen geschaffen wird.

Für uns als Reisende bedeutet das: Machen Sie den CO²-Fußabdruck so klein wie möglich und kompensieren Sie die verbleibenden Emissionen.

Weitere Informationen: www.myclimate.org/information/faq

So verwendet myclimate Ihre Spende

Wenn Sie an Myclimate spenden, wird Ihr Geld zum Ausgleich Ihrer CO²-Emissionen verwendet. Sie können auf viele Projekte in der ganzen Welt zurückgreifen, um dies zu tun. myclimate investiert zum Beispiel in Aufforstung, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimabildung.

Schritt 3: Kaufen Sie lokale, biologische Lebensmittel in der Schweiz

In der Schweiz ist das ganz einfach. Viele Schweizer Supermärkte bieten ein breites Sortiment an lokalen Bio-Produkten an. Die Produktionskette und der Transport solcher Produkte haben weniger Auswirkungen auf die Umwelt.

Schritt 4: Trinken Sie Schweizer Leitungswasser

Kaufen Sie kein Wasser in Flaschen. Das Schweizer Leitungswasser ist genauso gut und verursacht viel weniger CO²-Emissionen.

Schritt 5: Trennen Sie Abfall in der Schweiz

Die Schweiz verfügt über ein umfassendes System zur Abfalltrennung. Als Tourist können Sie dazu beitragen. Sie unterstützen das Recycling und halten die Schweiz so sauber, wie sie ist!

So können Sie als Tourist Abfall trennen:

  • Wenn Sie Plastikmüll, Batterien, Chemikalien, Papier/Kartons, Glas, Textilien, Öl/Fett oder Aluminiumkaffeekapseln haben, werfen Sie diese nicht in die normale Mülltonne. Erkundigen Sie sich stattdessen, wo der Abfall an Ihrem Aufenthaltsort gesammelt wird, und bringen Sie ihn dorthin. Das Hotelpersonal, der Vermieter Ihrer Mietwohnung oder das örtliche Fremdenverkehrsamt können Ihnen die genauen Standorte nennen. Gängige Bezeichnungen sind „Abfallsammelstelle“ oder „Wertstoffsammelstelle“. Man findet sie oft an zentralen Punkten wie dem Bahnhof, dem Einkaufszentrum, der Post und sogar in Supermärkten.
  • Wenn Sie in einem Ferienhaus oder einem -apartment wohnen, sollten Sie das Abfallmaterial in spezielle Säcke packen, damit die örtliche Abfallentsorgungsfirma diese abholen kann. Mit der „Sackgebühr“ werden die Kosten für die Sammlung und Verarbeitung der Abfälle bezahlt. Dies ist ein recht teures Verfahren. Wenn Sie während Ihres Aufenthalts in einer Ferienwohnung nur ein paar der Säcke benötigen, wird Ihr Vermieter diese in der Regel zur Verfügung stellen. Die Säcke findet man oft nicht in den Supermarktregalen, sondern nur an der Kasse oder den Kiosk-Verkaufsstellen. Es ist gängige Praxis, so viel Abfall wie möglich hineinzustopfen und ihn dann in einen nahe gelegenen speziellen Container zu werfen oder am vorgesehenen Tag an den Straßenrand zu stellen.
  • Wenn Sie in einem Hotel wohnen, kümmert sich das Hotel weitgehend um das Sammeln und Trennen Ihres Abfalls. Aber an den Bahnhöfen können Sie die grundlegenden Dinge wie Plastikflaschen und Papier jedocht auch separat entsorgen.
  • Werfen Sie auf der Fahrt oder beim Wandern Abfall nicht einfach weg. Nehmen Sie ihn mit und entsorgen Sie ihn in öffentlichen Abfallbehältern an Bahnhöfen, Supermärkten und anderen zentralen Orten. In den meisten Bahnhöfen gibt es separate Behälter für Papier, Glas und Plastik.
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Arno
Seitenautor: ArnoSeit 1997 habe ich die Schweiz unzählige Male besucht. Ich habe den größten Teil des Landes erkundet, aber am häufigsten halte ich mich im Berner Oberland und in Graubünden auf. Die Alpen und das Eisenbahnnetz sind auch nach all den Jahren immer noch sehr beeindruckend.